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Frau Holle

Telegramme aus dem ATELIERTURM

 

Alle zwei Wochen schreibt Frau Holle aus dem ATELIERTURM. Was tut sich im Turm? Was geschieht in der Alten Feuerwehr Viktoria? Was gibt es Neues in Bern? Dieser Kunst- und Kulturblog bietet Einblick in den ATELIERTURM und schafft Verknüpfungen zum aktuellen Geschehen in der Umgebung.


New York: Im Puls einer Stadt, Impuls einer Stadt

 

Sie ist DIE Metropole: New York – Symbol der Moderne, von Kunst und Freiheit.. Die Grossstadt, in deren Massentreiben man mitgerissen wird und Gefahr läuft unterzugehen, erfordert das Aufsuchen von Stille – diese Wechselwirkung ermöglicht Impuls für Neues. Die Naturgewalt unterstützt das Durchbrechen des Tempos spätestens während der jährlichen Winterstürme. Unausweichlich wird nahezu das gesamte öffentliche Leben lahmlegt.

 

Diese Kontrasterfahrung machten auch Lilian Salathé und Zeinab Serage während ihrer Aufenthalte in New York. Im Winter 2015/16 bzw. 2012/13 waren sie unabhängig voneinander für einige Monate in der Metropole.

 

Beide Künstlerinnen präsentieren nun ihre daraus entstandenen Werke in einer gemeinsamen Ausstellung. Ganz unterschiedlich sind ihre künstlerischen Methoden und Herangehensweisen: Während bei Salathé das Motiv des Stadtbildes dominiert, steht bei Serage die menschliche Figur im Vordergrund. Ihre Intentionen sind jedoch sehr ähnlich: Beiden geht es um die Selbsterfahrung im Strom der Metropole, um Möglichkeiten der Selbstreflektion und Finden von Ruheinseln und ihrer Umsetzung auf einer künstlerischen Ebene.

 

 

 

Die Ergebnisse dieser Prozesse sind während einer Woche vom 30. März bis 05. April. 2017 im ATELIERTURM ausgestellt und öffentlich zugänglich. Während drei Stunden täglich steht eine Bar vor dem Turm bereit, die Besucher willkommen zu heissen, damit sie von den Künstlerinnen gruppenweise durch die Ausstellung begleitet werden können.

 

 

Mehr Informationen zur Veranstaltung unter: Agenda



Gemeinderat wird Regisseur

Theaterstück in drei Akten

 


Es war einmal eine alte Feuerwehr, deren Hallen standen lange leer.

Nach und nach kamen fleissige Leut

sprühten vor Ideen und Tatendrang

und schufen mit regem Werkzeugklang

die Basis für's bunte Leben dort heut.

 

Doch auf dem Turm hoch oben

sitzt ein Fräulein sehr erhaben

schaut dem Wandel zu sehr gerne

solang er bleibt für sie in der Ferne.

 

Daher die SWISSCOM ruft:

Bleibt fern von mir, ich war als erste hier!

Ihr könnt tun und walten wie ihr wollt,

nur lasst meine Geräte unberührt.


 

Der ATELIERTURM ist verwundert:

Das funktioniert wohl kaum,

solang zwei Mieter sind im gleichen Raum.

Wir haben einen Vertrag für die Miete

und ohne die Dachterrasse ist unser Konzept eine Niete.

 

Die SWISSCOM erläutert daraufhin:

Ich will hier nicht weg, ist sehr angenehm hier

und ausserdem sind meine Antennen

woanders nicht gern gesehen.

 

So rufen beide verzweifelt nach der Dritten im Bunde:

Immobilien Stadt Bern was sagen Sie zu dieser Kunde?

 

Die ISB hält sich zurück:

Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt.

Mehr kann ich dazu nicht sagen.

 

So verlassen alle den runden Tisch

an dem man hat versammelt sich

ohne ein lösendes Ergebnis

bleibt weiterhin das Ärgernis.

 

Theater ist grundsätzlich wunderbar und heutzutage leider viel zu rar.

Aber in diesem Fall muss das Trauerspiel ein Ende haben und zwar möglichst bald!


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Offener Brief an die Swisscom und Immobilien Stadt Bern





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Bewegung in der Alten Feuerwehr

Tanzend und strickend Veränderung bewirken

 

 

Die Menschen drängen sich alle vorsichtig aneinander und tasten sich langsam vorwärts. Die Augen haben sich noch nicht an die Dunkelheit gewöhnt. Man kann nur erahnen, dass man sich in einem langen schmalen Gang befindet. Der leicht abfallende Boden führt wie eine Rampe ins tiefe Ungewisse. Da erklingt der zarte Gesang einer Frauenstimme, irgendwo am Ende dieses Tunnels. Etwas mutiger setzt sich die Gruppe in Bewegung und versucht dem Klang zu folgen. Plötzlich wird eine Tür geöffnet und ein rotes Licht leuchtet den Weg aus dem Dunkeln.

 

Wo wir uns befinden? In den Kellerräumen der Alten Feuerwehr Viktoria. Wir folgen der Performance DisLocation des Kollektivs ifSenz.

 




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Von Antennen und Denkmalschutz

Urban Knitting über den Dächern von Bern

 

Der frische Wind weht mir um die Nase, ich atme tief ein und lasse den Blick über die Stadt streifen. Von hier oben hat man eine wunderbare Weitsicht über die Dächer von Bern. Ein idealer Ort, um einen ruhigen Moment zu geniessen und alt Bekanntes aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Wie schön, dass dieser Ort nun zugänglich ist, damit jeder der mag, diesen Moment erleben kann. Die Rede ist von der Dachterrasse des ATELIERTURMs. Die KünstlerInnen des Projekts wollen hier zu Glühwein, Fondue und Grillieren einladen. Auf diese Weise sollen regelmässig die Türen geöffnet werden damit auch nach dem Eröffnungsfest das Quartier und alle Interessenten am ATELIERTURM teilhaben können. So schaffen sie einen Rahmen, in dem man auf natürliche und alltägliche Weise mit Kunst in Berührung kommt.

Ein wenig getrübt wird diese Aussicht jedoch durch die Antennen der Swisscom, die sich auf dem Dach befinden. Besonders die drei grossen Maste irritieren und stören die Gesamterscheinung des denkmalgeschützten Turms.



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Eröffnungsfest

ATELIERTURM: Kunst aufgetürmt

 

Nach anderthalb Jahren voller kreativer und bürokratischer Herausforderungen war es am Samstag 29. Oktober 2016 endlich so weit: Der Atlierturm feierte offiziell seine Eröffnung!



 

Bei den letzten vollen Sonnenstrahlen startete um 17 Uhr die erste Führung durch den Turm. Dabei führte Initiatorin und Malerin Zeinab Serage die Besucher über vier Etagen durch die persönlichen Ateliers des Künstlerteams, welches sich neben ihr aus Simone Näf, Nicoletta Buri und Sergio Stupan zusammensetzt. Ziel der vier Kunstschaffenden ist es dem Turm wieder buntes Leben einzuhauchen.

 

Durch die unterschiedliche Schaffensweise gelingt es jedem der vier Köpfe dem knapp bemessenen Raum seine persönliche Handschrift zu verleihen. Wenn man die Holztreppe hinaufsteigt, gelangt man von Stockwerk zu Stockwerk in eine völlig neue Welt. Den Gästen wird Einblick in die jeweiligen Kunstprojekte sowie die dahinterstehenden Persönlichkeiten gewährt. Gleichzeitig sind die verschiedenen Arbeitsplätze durch die offene Treppenhaus-Architektur miteinander verbunden und führen schliesslich hinauf zur Dachterrasse, von welcher man einen wundervollen Ausblick über die Stadt und auf die Berge hat.

 

Parallel zu den Atlierräumen erstreckt sich von der zweiten bis zur fünften Etage der sogenannte Schlauchturm, wo früher Feuerwehrschläuche zum Trocknen aufgehängt wurden. Nun soll er als Ausstellungsraum dienen. Aufgrund der aussergewöhnlichen Form und Höhe des Raumes, wurde das Konzept einer vertikal rotierenden Konstruktion entwickelt, das zur Zeit noch auf seine Umsetzung wartet.

 

Als einzig beheizbarer Raum dient im Winter das Gemein-schaftsbüro sowie der ZWISCHENRAUM vorwiegend als Arbeitsraum für die vier Künstler, um Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Da die nächsten Gäste bereits Schlange stehen, begleitet Zeinab Serage die Gruppe nach 20 Minuten wieder in die letzten Sonnenstrahlen hinaus. Aus feuerschutztechnischen Gründen dürfen sich maximal 20 Personen auf einmal im Turm aufhalten.

Damit dennoch alle einen Einblick erhalten können, bietet der ATELIERTURM über den ganzen Abend hinweg im 20-Minuten-Takt Führungen an. Lediglich während der beiden Musik-Sets von Jonas Zahnd und Laura Wiesmann bleibt die Ateliertür geschlossen und die beiden laden mit ihrer stimmungsvollen Musik zum Verweilen ein. Dabei kann man sich an den grossen Feuerschalen im Hof aufwärmen. Das Bistro Prima Luna bereitet liebevoll die vom ATELIERTURM offerierten heissen Marroni sowie köstlichen heissen Most zu.


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