Fänschter 15ab

Kennt nicht jeder die Vorzüge der Toilettenlektüre – endlich ungestört in Gedanken schwelgen... Weshalb also nicht einmal ganz in Ruhe Kunst betrachten?

Die «Fänschter 15ab» in den Toilettenräumlichkeiten der Caffè Bar Sattler und der Gelateria di Berna bieten genau dazu die Möglichkeit. Die Fenster werden aktuell von den Kunstschaffenden des ATELIERTURMs bespielt, bieten Einblick in ihr Schaffen und laden auf diese Weise einmal zu einem anderen Verweilen auf dem stillen Örtchen ein.



Aktuell

Petra Frey, Sergio Stupan, Zeinab Serage, Simone Näf

Sommerpause in den Fänschter 15ab...

 
...Zeit uns im ATELIERTURM zu besuchen! Der Turm öffnet im Juli seine Türen und bietet ein abwechslungsreiches Sommerprogramm. Von Ausstellungen über Workshops bis zu kulinarischen Freuden von MUETERS-GÂRTLi – dem zMorge, z'Vieri und Apéro auf der Dachterrasse – wird alles geboten. Hier gehts zum Programm: www.atelierturm.ch/agenda/ 

 



Scho Verbi

Petra Frey

Oh, sweet potential!

 
Oh, du süsse Möglichkeit.
Das Wissen um deine Vielfalt versetzt uns in eine Ohnmacht.
Eine Ohnmacht, der wir uns in träger Musse hingeben.
Es kommt vor, dass wir uns zu dir erheben und deine Früchte gierig ergreifen.
Lass uns los aus deiner Hypnose und lass uns zusammen tanzen.
 
Eine Versuchsreihe aus kinetischen Objekten von Petra Frey.
Sie sind der Kraft unseres menschlichen Potentials gewidmet.


Petra Frey, Sergio Stupan, Zeinab Serage, Simone Näf

ATELIERTURM-Fest

 

Einst war dieses Garn um die Antennen auf dem ATELIERTURM gestrickt. In einer Urban Knitting Aktion wurde auf den Nutzungskonflikt zwischen den KünstlerInnen und dem Telekommunikationsanbieter aufmerksam gemacht. Die Strickerei musste leider aufgelöst werden, das Problem bleibt jedoch bestehen. Für das ATELIERTURM-Fest am 22. April nehmen wir die Fäden erneut in die Hand.



Zeinab Serage und Lilian Salathé

New York im ATELIERTURM

 

Den Impuls aus dem Wechselspiel von Informationsflut und der Ruhe, welche sie bricht, bringen Zeinab Serage und Lilian Salathé in Form von Wachsmalerei und Fotografie nach Bern.

Im Fänschter 15ab bieten sie Einblick in ihren Prozess und fordern den Betrachter auf, das daraus Resultierte bei einem Besuch ihrer Ausstellung im ATELIERTURM zu erkunden.

zeinabsart.ch

liliansalathe.ch

 



Fritz Mühlemann

Zwergenfall

 

woran glaubt ein

fallschirmspringender Zwerg

an Schirm oder an Fall

?

wovon träumt

ein handorgelnder Zwerg

von Fall zu Fall

?



Gabriel Andres & Nadia Bader

Comic-Collabs

 

Gabriel Andres (Texte) und Nadia Bader (Zeichnungen) entwickeln ihre Comicprojekte im stetigen Austausch – vom Konzept bis zur finalen Umsetzung. Ausgehend von Ideen, Konzepten und Recherchen entstehen Bilder/Texte, die wiederum Texte/Bilder inspirieren und sich zu Geschichten verweben. Die kurzen Geschichten sind zuweilen historisch oder dokumentarisch, manchmal auch frei erfunden. Seit 2008 realisieren sie im Team kleine Hefte im Selbstverlag (24 Stunden-Comics, etc.) und Magazinbeiträge (Jazam! u.A.). In der Ausstellung Fänschter 15ab zeigt das Team eine Auswahl aktueller Comic-Collabs und inszen-ieren diese vor Ort. Die Collabs entstehen monatlich zu den von der deutschen Comiczeichnerin «Schlogger» ausgeschriebenen Themen und erscheinen jeweils am 15. auf dem Blog nadiabader.blogspot.com. Ende 2015 ist zudem ein erstes Heft in limitierter Auflage erschienen, das die Collab-Beiträge von zwei Jahren ver-sammelt. Monatliche Comics und tägliche Zeichnungen: www.nadiabader.blogspot.com



Samuel Paul Gäumann

 

Ein Berner Künstler und Fotograf reiste nach Sri Lanka. Im Handgepäck mit dabei, seine Kamera. Seine mitgebrachten Souvenirs waren erstmals von November bis Dezember 2016 in den Fänschter 15ab zu bestaunen.

Mehr Infos: www.catalogueofthings.tumblr.com



Zeinab Serage

Kaffee Enthüllungen

 

Ab 19. September 2016 drehte sich für einmal nicht nur in der Cafè Bar Sattler alles ums Thema Kaffee sondern auch unten im Klo, in den Fänschter 15 ab. Zeinab Serage trinkt mit Liebe Kaffee, enthüllt ihn mit Sorgfalt und verarbeitet das, was sonst achtlos weggeworfen wird zu etwas Neuem. Statt mit erhobenem Finger darauf aufmerksam zu machen, setzt sie sich künstlerisch-spielerisch mit dem Thema Nachhaltigkeit und Konsumverhalten auseinander indem sie dem Material einen Wert zurückgibt.



Lukas Veraguth 

Dioramen – Paludarien*

 

* Dioramen – Paludarien sind räumliche Nischen, die mit plastischen Gegenständen gefüllt und mit Glasfenstern verschlossen sind. Es ist darauf zu achten, die Fenster niemals zu öffnen, sonst entweichen die darin lebenden Tiere. Über den ganzen Globus verteilt, schmücken Dioramen – Paludarien vorwiegend feuchte WC-Räumlichkeiten.

Die Dioramen – Paludarien des Sattlers im Berner Länggassquartier stammen aus den Jahren um 1870. Bis vor nicht allzu langer Zeit belebten die folgenden feuchtigkeitsliebenden Tiere die Dioramen – Paludarien des Sattlers: Tomatenfrösche, Harlekinkrabben, Korallenfingerlaubfrösche, Moschusschildkröten und Amerikanische Ochsenfrösche.

www.lukasveraguth.com



Petra Frey

 

Dräck

 

Kneten mit Wurmdreck. Als dreckiges und doch reines Material nutzte Petra Frey die lehmartige Masse als Medium, um mit Passanten ins Gespräch zu kommen.

In der Strassenwerkstatt «Am Anfang war der Dreck» kreierten die Passanten einfache Formen, welche dann in den Fänschter 15ab zu sehen waren. Die Strassenwerkstatt hat mit unterschiedlichen Settings an verschiedenen öffentlichen Orten in der Stadt Bern stattgefunden. Die daraus Entstandenen Objekte wurden in einer Installation inszeniert. 



Pumpipumpe

 

Das Pumpipumpe Team kam zurück an die Geburtsstätte ihres 2012 ins Leben gerufene Sharing Projektes und bespielte von Februar bis April 2016 die Fänschter 15ab in der Caffè Bar Sattler und Gelateria di Berna. 

Pumpipumpe setzt sich für einen bewussten Umgang mit Konsumgütern und mehr soziale Interaktion in der Nachbarschaft ein. Das Aus-/Leihen von Dingen, die man nur selten braucht, soll gefördert werden.

www.pumpipumpe.ch



Dr Maa vor Kassä 6

 

Gesprächssendung auf Radio RaBe. Bewunderung, Inspiration und Neugier. Vom und fürs Leben. Hören, Denken und Fühlen. Alle Infos u. Podcasts: www.kasse6.ch

Die Ausstellung in den Fänschter 15ab wurde eröffnet mit einem herzerwärmenden Abend in der Cafè Bar Sattler. Mit zwei Berner Persönlichkeiten wurde über ihr Wesen und Wirken geredet. Dazu gabs Berner Chansons.

Moderation: Dr Maa vor Kassä 6
Gast: Mischa Wyss und Ruedi Vögeli



Fran Pancha & Oli Meier

Ich und die Anderen - Im roten Faden der Weltgeschichte

 

Spieglein, Spieglein an der Wand, welchen Strich bin ich an der Wand? Die Weltgeschichte ist alt und wiederholt sich. Ich bin beteiligt und Teil des Ganzen. Was war, was ist und was wird sein? Fragen die sich schon unsere Vorfahren stellten. Aber weiss ich, welcher Part meiner ist, im sich wiederholenden Zirkus der Weltgeschichte?

Mit der Ausstellung geben Fran Pancha und Oli Meier diesen Fragen ein Gesicht.



Martin Bichsel

8 Augenpaare

 

... schauen dir beim Pinkeln zu. Hindert dich das beim Geschäft oder lassen dich diese Porträts entspannt deine Tat verrichten?

Der Fotograf, Martin Bichsel arbeitet seit 2008 im Progr und wohnt an der Mittelstrasse 15.

www.martinbichsel.ch



Paolo Riva

Das blaue Band

 

1952 wurde zum letzten mal das Blaue Band vergeben: die Trophäe für die schnellste Atlantiküberquerung. Den prächtigen Dampfern widmet Paolo Riva eine Siebdruckserie.



Zeinab Serage

ABart

 

Mit Feingefühl, kreativem Witz und viel Liebe zum Detail setzte sich Zeinab Serage malerisch mit alltäglichen Gegenständen des AB auseinander. Ästhetische Faszination ist ihr Medium und wird eingesetzt, um auf subtile Weise zum Innehalten in der alltäglichen Hektik zu verleiten. Sie lud dazu ein, im stillen Örtchen an der Mittelstrasse zu sinnieren und der Schnelligkeit des Zeitgeistes zu trotzen.



Stéphanie Winkler

Auf den Strich gebracht

 

Nicht auf den Punkt, sondern auf den Strich bringt Stéphanie Winkler gängige Redewendungen unserer Sprache. Eine Einladung zum Nachdenken und Schmunzeln über die Kuriositäten unserer Sprache.

www.stephaniewinkler.ch



Anja & Matthias Vatter

memento pipi

 

Die Installation in den Fenstern wurde vom Geschwisterpaar Anja und Matthias Vatter zum „memento pipi“ genutzt. Auf verblüffend erkenntnisreich und sprachspielerisch wurde der Gang zum nicht immer so stillen Örtchen kommentiert. Sie erinnerten uns dabei daran, dass auch die durchschnittlichen zweieinhalb Minuten Toilettenzeit dem Motto „carpe locum“ geschuldet sind. Immerhin verbringen wir in unserem Leben geschätzte 7‘000 Stunden an eben diesem Örtchen. Viel Zeit für sinniges Sinnieren!

www.vatterundvatter.ch



Samuel Paul Gäumann & Cédric von Niderhäusern

 

Die zwei freischaffenden Künstler setzten sich fotografisch mit den Abgründen des Aborts auseinander. Mal verspielt, mal düster und manchmal komplett an den Haaren herbeigezogen, inszenierten sie einen Stuhlgang der anderen Art. Das Fenster zum Klo wird zur Bühne und der Urinist zum Publikum. Cedric von Niederhäusern ist als junger Fotograf schon jetzt ein Meister des Künstlichen und setzt seine Protagonisten geschickt in Szene. Ohne jegliches Budget, schnell und dreckig, entwirft er Umstände und Stimmungen, welche den Kritikern apathische Runzeln auf die Stirn zaubern. Samuel Paul Gäumann ergänzt die Zusammenarbeit mit unermüdlichem Elan und eiskalt- cholerischem Schauspiel.